Architektur und Beschaffung
Defense Fabric und Andrisoft Wanguard im Vergleich
Wanguard ist eine Erkennungs- und Filterplattform, nicht nur ein Flow-Collector. Vergleichen Sie den vollständigen Console-, Sensor- und Filteraufbau mit den Defense-Fabric-Knoten und dem Portpool für dasselbe Netzwerk.
Wann welcher Ansatz passt
Defense Fabric verbindet lokale Paketfilterung, Richtlinien und Portverteilung im Serverbestand mit dem Kundenportal. Server und bereinigter Rückweg bleiben Betreiberaufgaben.
Wanguard trennt Sensoren, Filter und Console. Das kann zu mehreren Exportern, verteilter Analyse oder gemischter lokaler und routergestützter Durchsetzung passen.
Technischer und kaufmännischer Vergleich
Bereitstellung und Verkehrsweg
| Kriterium | Peeryx Defense Fabric | Andrisoft Wanguard |
|---|---|---|
| Produktumfang | Lokale Erkennung, Paketfilterung und Richtliniensteuerung auf Ihren Servern. [1] |
Console-, Sensor- und Filter-Komponenten für Sichtbarkeit, Erkennung und Abwehr. [4] |
| Appliance oder Software | Lizenzierte Linux-Software; Server und Netzwerk stellt der Betreiber. [1] |
Linux-Software; der Hersteller bietet auch vorkonfigurierte Appliances. [4] |
| Verwendete Hardware | Kompatible Standardserver und qualifizierte Netzwerkkarten; TPM 2.0 erforderlich. [1] |
Betreiberserver mit kompatibler Erfassungs- und Filterhardware. [4] |
| Installation vor Ort | Ausgeliefertes Installationspaket: Debian 12, x86-64, VPP 25.10-release. [1] |
Verteilte Linux-Komponenten auf einem oder mehreren Servern. [4] |
| Inline-Filterung | Inline-Weiterleitung unterstützt; ein physischer Bypass muss separat geplant werden. [1] |
Packet Filter unterstützt Inline-Betrieb; DPDK, Netfilter und NIC-Verarbeitung sind konfigurationsabhängig. [5] |
| Verkehrsumleitung | BGP-Umleitung zu einem validierten Filter-Next-Hop mit getrenntem Rückweg für bereinigten Verkehr. [1] |
Side Filtering leitet angegriffene Ziele per BGP zum Scrubbing-Server um. [5] |
Erkennung und Schutz
| Kriterium | Peeryx Defense Fabric | Andrisoft Wanguard |
|---|---|---|
| NetFlow / sFlow / IPFIX | sFlow-, NetFlow- und IPFIX-Erfassung; Sampling und Exportverzögerung prüfen. [1] |
Flow Sensor unterstützt NetFlow, sFlow und IPFIX. [4] |
| Paketprüfung | Lokale Paketfilterung mit VPP; Stichproben sind keine vollständige Aufzeichnung des Angriffs. [1] |
Packet Sensor und Filter prüfen Pakete; Flow Filter arbeitet mit weniger detaillierten Flow-Daten. [5] |
| L3/L4-Filterung | Protokollschwellen, TCP-Prüfung, Quellquoten und nachgelagerte Firewallregeln. [1] |
Lokale zustandslose Filterung und Router-FlowSpec; Durchsetzung konfigurierbar. [5] |
| Anwendungsschutz | Protokollmodule müssen qualifiziert werden; keine pauschale WAF- oder beliebige L7-Abdeckung zugesagt. [1] |
Paket- und Nutzlastmuster unterstützt; dokumentierte Grenzen bei volumenarmen Anwendungsangriffen. [5] |
| Erzeugte Angriffssignaturen | Adaptive Signaturen können beobachtet oder angewendet werden; Auswirkungen auf legitimen Verkehr prüfen. [1] |
Filter erkennt Angriffsmuster und erzeugt Regeln; Paket- und Flow-Modus unterscheiden sich. [5] |
| BGP FlowSpec | Simulation und aktiver Export; kompatibler Router und BGP-Familie nötig; Panelgrenze 50 Regeln. [1] |
Router-FlowSpec und Durchsetzung durch Drittsysteme dokumentiert. [5] |
| BGP-Steuerung | Agentengesteuerte Sitzungen und Umleitung; Installation und Rücknahme in der FIB überprüfen. [1] |
BGP Connector unterstützt Routenaktionen und Umleitung. [5] |
| RTBH-Blackholing | Ziel-Blackholing als letzte Maßnahme; auch legitimer Verkehr wird verworfen. [1] |
Sensor kann Blackhole-Communities ankündigen; die Zielerreichbarkeit geht dabei verloren. [5] |
| Spielspezifischer Schutz | Optionales Game-Modul; jedes Protokoll und jede Architektur vor Bestellung qualifizieren. [3] |
Spielprotokolle und legitime Clients qualifizieren; keine spielspezifische Garantie abgeleitet. [5] |
Betrieb und Ausfallsicherheit
| Kriterium | Peeryx Defense Fabric | Andrisoft Wanguard |
|---|---|---|
| Berichte und Nachweise | Panelhistorie und verfügbare PCAP-, ZIP- und PDF-Nachweise; Sampling und Aufbewahrung begrenzen den Umfang. [1] |
Console-Berichte, Flow-Analyse und Paketnachweise; Detailgrad hängt von der Eingabe ab. [4] |
| API und Automatisierung | Veröffentlichte authentifizierte OpenAPI; versionierte Änderungen bleiben bis zur Anwendung am Knoten ausstehend. [2] |
REST-API, CLI und Reaktionsskripte. [4] |
| Hochverfügbarkeit | Netzwerk-Failover muss ausgelegt werden; ein zweiter Server repliziert nicht automatisch Verbindungszustände. [1] |
Filtercluster und Routenrücknahme beim Side Filtering dokumentiert; Ausfallverhalten testen. [6] [5] |
| Mehrere Server oder Standorte | Gemeinsamer Portpool für bis zu 128 verwaltete Server; ECMP über einen zweiten Link qualifizieren. [1] |
Verteilte Sensoren, Filter und Cluster; aktive Komponenten statt nur physischer Server lizenzieren. [4] |
| Automatischer Betrieb | Beobachtungs-, Automatik- und Dauermodus; Haltezeit und Austrittsschwelle steuern die Rückkehr. [1] |
Reaktionen können Filter aktivieren und Regeln nach Ende der Anomalie zurücknehmen. [4] |
Lizenzen, Kosten und Validierung
| Kriterium | Peeryx Defense Fabric | Andrisoft Wanguard |
|---|---|---|
| Lizenzierungseinheit | Basislizenz mit einem 10G-Port; zusätzliche Ports und Geschwindigkeiten teilen sich einen Flottenpool. [3] |
Jährliche Sensor- und Filterlizenzen; DPDK Engine zusätzlich je Komponente lizenzieren. [7] [8] [9] |
| Testbedingungen | 14 Tage Test; zusätzliche Server starten ihn nicht neu. Physische und Aktivierungsgrenzen gelten weiterhin. [1] |
30-tägige Evaluierung bei Andrisoft anfordern; Aktivierung nach Prüfung. [10] |
| Öffentliche Preisgrundlage | 350,00 € monatlich ohne Steuern; Server, Netzwerk und Zusatzmodule separat. [3] |
Öffentliche Jahrespreise in USD: Sensor 595 $, Filter 995 $, DPDK Engine jeweils 1.410 $. Umfang bestimmt Anzahl. [7] [8] [9] |
| Supportumfang | Technischer Peeryx-Support; Zuständigkeiten und vertragliche Reaktionszeiten abstimmen. [3] |
Support, Updates und optionale Supportstufen; Abdeckung und Reaktionsziel prüfen. [4] |
| Betriebsanforderungen | TPM, kompatible Karten, Verwaltungs-HTTPS und geprüftes Routing; SYN-Proxy benötigt Symmetrie. [1] |
Exporter- und Paketschnittstellenzahl beeinflussen Komponenten; sauberer Rückweg und Upstream-Kapazität bleiben nötig. [7] [8] [5] |
| Leistungsnachweise | Kein veröffentlichter reproduzierbarer Benchmark der Referenzserver; eigene Last messen. [1] |
Herstellerdurchsätze gelten für bestimmte Konfigurationen; kein gemeinsamer Vergleichstest durchgeführt. [4] |
| Upstream-Sättigung | Lokale Filterung entlastet keinen bereits gesättigten Upstream-Link; Transit ist ein separater Dienst. [1] |
Lokaler Filter löst keine Upstream-Sättigung; RTBH oder vereinbartes Upstream-Scrubbing greifen früher. [5] |
Preise bleiben in der veröffentlichten Währung und Abrechnungsperiode. Beobachtete Bandbreite, lizenzierte Ports und Filterkapazität sind unterschiedliche Größen; die Beträge sind keine gleichwertigen Angebote. Hardware, Steuern und Optionen können hinzukommen.
Vor der Entscheidung prüfen
- Flow-Sensoren je Exporter zählen und Packet-/Flow-Filter festlegen. Ein physischer Server entspricht nicht zwingend einer Lizenz.
- DPDK-Zusatzlizenz je Komponente einbeziehen. Eine Filterlizenz enthält keine Sensorlizenz.
- Flow-basierte Regeln und paketbasierte Signaturen liefern unterschiedliche Details. Samplingverzögerung, Nutzlastbedarf und normalen Verkehr testen.
Von jedem Anbieter dieselben Tests verlangen
- Dokumentieren Sie Versionen, Hardware, Paketgrößen, Regeln und legitimen Verkehr. Vergleichen Sie den gesamten Pfad, nicht nur Portangaben.
- Testen Sie neue und bestehende Verbindungen während der Abwehr. Messen Sie Paketverlust und Anwendungslatenz zusätzlich zum Angriffsdurchsatz.
- Prüfen Sie den Ausfall von Exporter, BGP und Knoten sowie Routenrücknahme und Wiederherstellung getrennt. Halten Sie die Folgen für Kundenverkehr fest.
- Kalkulieren Sie sämtliche Instanzen, Ports, Module, Support, Hardware, Rackfläche, Strom und Netzwerkdienste.
Grundlage dieses Vergleichs
Peeryx hat diesen Vergleich anhand der unten verlinkten öffentlichen Herstellerdokumentation und der ausgelieferten Defense-Fabric-Version erstellt. Er beschreibt den Funktionsumfang; ein gemeinsamer Leistungstest wurde nicht durchgeführt. Nicht bestätigte Punkte sind für das konkrete Angebot zu klären und bedeuten nicht, dass eine Funktion fehlt. Externe Quellen sind überwiegend englischsprachig.
Quellen geprüft:
Quellen und Geltungsbereich
Defense Fabric in Ihrem Netzwerk validieren
Halten Sie Servermodelle, Schnittstellengeschwindigkeiten, Topologie und normales Verkehrsprofil bereit. Ermitteln Sie im Test Verhalten und Kapazität genau der Konfiguration, die Sie einsetzen möchten.